
Marketing & Strategie für CUBE STORE CHUR, ein Projekt der Werbeagentur Invisions
Jahresplanung für den CUBE STORE CHUR
Ein Jahr mit einem Anlass, ein Motiv, das den Träger wechselt, und eine Fläche im Laden, auf der beides täglich läuft.

Marketingstrategie für einen Fahrradhändler in Graubünden
Der CUBE STORE CHUR hat 2025 sein zehnjähriges Bestehen gefeiert, und dieses eine Jahr zeigt die Leistung besser als jede Aufzählung: ein Anlass, ein Motiv und die Frage, in welcher Reihenfolge beides ausgegeben wird. Wir haben das Jahr geplant, das Motiv gesetzt und die Fläche im Laden betreut, auf der es täglich läuft. Was eine Marketingstrategie dabei entscheidet, ist nicht, wie etwas aussieht, sondern wann es läuft, wie lange es steht und worauf es zeigt.
- Jahresplanung
- Kampagnenmotiv
- Screenwerbung im Store
- Laufende Aussteuerung
Ausgangslage
Viele Möglichkeiten und keine Reihenfolge
Reihenfolge
Acht Wege, und keiner davon der erste
Ein Fahrradladen kann sein Marketing an vielen Stellen gleichzeitig beginnen: beim Auftritt im Netz, beim eigenen Bildmaterial, beim Film, bei den Flächen in der Stadt, bei den Kanälen, bei der Fläche im eigenen Laden. Jede dieser Stellen ist für sich richtig, und genau das ist die Schwierigkeit: Sie werben um dasselbe Budget und um dieselbe Aufmerksamkeit in einem Team, das nebenbei Räder verkauft und wartet.
Ohne eine Entscheidung darüber, was zuerst kommt, entsteht die Reihenfolge trotzdem, nämlich aus dem, was gerade jemand anspricht. Die erste Arbeit war deshalb keine Gestaltung, sondern eine Sortierung: Welche Massnahme trägt die anderen, und welche wartet, bis sie etwas zu tragen hat. Sieben Leistungen sind daraus geworden, und wie sie zusammenhängen, steht im Projekt CUBE STORE CHUR.
Anlass
Zehn Jahre sind ein Datum, noch kein Ereignis
Das zehnjährige Bestehen stand im Kalender, lange bevor es ein Thema war. Ein Datum allein bringt niemanden in den Laden. Es wird erst zu einem Anlass, wenn vorher entschieden ist, was daraus entsteht, wer davon erfahren soll und was danach kommt.
Genau diese Entscheidung fehlte, und sie fehlt in den meisten Betrieben, weil sie unangenehm ist: Sie legt fest, worauf im selben Jahr verzichtet wird. Was der Store aus dem Datum gemacht hat, steht weiter unten. Hier steht nur, dass es eine Entscheidung war und kein Selbstläufer.
Invisions
Die Reihenfolge vor der ersten Anzeige
Ablauf
Planen, setzen, nachsteuern
Diese drei Schritte laufen nicht einmal ab, sondern jedes Jahr neu.
Das Jahr, in dem der Laden zehn wurde
Geplant wird nicht die einzelne Anzeige, sondern die Reihenfolge, in der ein Jahr ausgegeben wird.
Der grösste Punkt in diesem Kalender war das zehnjährige Bestehen. Ein Laden, der zehn Jahre alt wird, hat mehr zu erzählen, als an einen einzelnen Aktionstag passt, an dem alles auf einmal passiert und danach nichts mehr.
Geplant wurde deshalb zuerst der Ablauf und erst danach das Werbemittel: was den Anlass ankündigt, was am Tag selbst passiert, was davon bleibt und welche Aktion daran anschliesst. Vier Punkte, die über Monate verteilt sind, statt eines einzigen, der alles tragen muss.
Diese Reihenfolge entscheidet mehr als sich selbst. Sie legt fest, welches Motiv gebraucht wird, welche Fläche es trägt und wann die Fotoproduktion dafür angesetzt wird. Wer sie kennt, sucht im Oktober kein Bild mehr für den November.
- Ein Jahr mit festen Punkten
- Reihenfolge statt Wunschliste
- Budget auf den Bogen verteilt
- Abstimmung mit dem Store
Ein Motiv wechselt den Träger
Ein Kampagnenmotiv ist erst eines, wenn es das Medium wechseln kann, ohne seine Aussage zu verlieren.
Für das Jubiläumsjahr gab es genau ein Motiv, und drei Träger mit drei verschiedenen Laufzeiten: Der Beitrag im Feed gilt für einen Tag, das gerahmte Plakat hängt über den ganzen Anlass, die Folie auf der Fläche im Laden läuft in der Schleife mit, bis die nächste sie ablöst. Erst diese drei Laufzeiten machen aus einem Motiv eine Kampagne.
Die Gestaltung liegt nicht hier. Welche Farben, welche Schrift und welche Bildsprache ein Motiv trägt, wird bei Grafik und Branding festgelegt. Hier fällt die Entscheidung darüber, in welcher Woche es anfängt und wie viele Wochen es bleibt.
Geschrieben ist die Kampagne in Bündner Mundart. Unter dem Beitrag zum Jubiläum steht Mir fiired 10 Jahr, und das ist keine Verzierung: Ein Laden, der seine Kundschaft so anspricht, wie sie in Chur miteinander reden, klingt nicht wie die Marke, die ihn beliefert.
- Ein Motiv, mehrere Träger
- Beitrag, Plakat, Fläche
- Laufzeit statt Aktionstag
- Bündner Mundart im Text
Nach dem Start beginnt die Arbeit
Eine Planung, die ein Jahr lang unverändert bleibt, war keine Planung, sondern eine Liste.
Die Fläche im Laden ist die schnellste, die dieser Auftrag hat: Was heute entschieden wird, läuft heute. Aktuell wird sie davon aber nicht von allein. Eine Fläche ist nur so frisch wie die Entscheidung dahinter, und die fällt nicht im Gerät, sondern in der Abstimmung mit dem Store.
Verschoben wird dabei nicht das Motiv, sondern die Mischung: welche Rubrik gerade oben steht, wie lange sie bleibt und was sie ablöst. Eine Fläche, auf der ein halbes Jahr dasselbe läuft, sehen die Stammkunden nach zwei Wochen nicht mehr.
Die Rückmeldung kommt dabei nicht von der Fläche selbst, denn niemand meldet zurück, was er im Laden gesehen hat. Was ein Beitrag auslöst, ist dagegen am selben Tag zu sehen, und deshalb steuern Social Media und Newsletter das Jahr mit, ohne es zu bestimmen.
- Am selben Tag geändert
- Die Mischung wird verschoben
- Motive kommen und gehen
- Eine Stelle entscheidet
Was im Laden läuft, Rubrik für Rubrik
Der Screen im Store
Das Jubiläum
Das Kampagnenmotiv läuft als eigene Folie mit, damit der Anlass auch dort steht, wo die Kundschaft ohnehin wartet.
Das Team
Werkstatt und Verkauf stehen einzeln auf der Fläche, mit Namen, Funktion und Eintrittsjahr, statt als Gruppenbild mit Bildunterschrift.
Das Development Team
Der Nachwuchs unter dem Patronat des Stores bekommt eine eigene Folie, mit Kategorie, Verein und Kaderzugehörigkeit statt mit einem Logo am Rand.
Neue Modelle
Ein neues Rad zeigt sich im Detail, am Oberrohr oder am Reifen, und trägt dabei den Namen des Ladens auf dem Rahmen.
Die eigenen Kanäle
Magazin, Newsletter und der Strava-Club des Stores haben je eine Folie, die nicht wirbt, sondern zu einer Handlung auffordert.
Bewegtbild
Aus dem Material des Imagefilms läuft eine bewegte Spur mit, damit die Fläche nicht nur aus Standbildern besteht.
Sechs Rubriken auf einer Fläche sind kein Werbeplatz mehr, sondern ein Redaktionsplan.
Ergebnis
Ein Anlass, der ein Jahr getragen hat
Jubiläumsjahr
Der Rückblick steht beim Kunden.
cubestorechur.chJahresbogen
Aus einem Datum ist ein Jahr geworden
Auf der Kundenseite steht das Jubiläum bis heute als Kette und nicht als einzelner Termin: die Ankündigung, der Tag der offenen Tür am 1. November 2025 und der Rückblick danach, zu dem der Store über 300 Gäste zählt. Daran schloss die Weihnachtsaktion an, bei der Rechnungen vom 1. bis zum 24. Dezember 2025 in den Lostopf kamen und die Anmeldung zum Newsletter Teil des Formulars war. Beide Seiten sind heute noch abrufbar, und beide stehen auf der Website, die in der Webentwicklung entstanden ist.
Ziele
Jede Fläche endet an einem Ort
Eine Fläche im Laden ist kein Selbstzweck, und jede Rubrik darauf zeigt auf etwas, das es wirklich gibt. Der Hinweis auf den Newsletter führt auf ein Anmeldeformular, das eine Ausgabe im Monat zusagt. Der Aufruf zu Strava führt in den Club des Stores, wo nach der Ausfahrt Kaffee und Kuchen im Laden warten. Für einen Fahrradhändler ist das der Unterschied zwischen einer Fläche, die etwas behauptet, und einer, die etwas auslöst.
Fragen
Was eine Strategie entscheidet und was sie nicht kann
Diese Fragen stellen Händler, bevor das erste Budget verteilt ist. Sie handeln nicht von Werbemitteln, sondern von der Reihenfolge, in der Werbemittel entstehen, und damit von dem, was Marketing und Strategie in einem Betrieb überhaupt zu entscheiden hat.
Womit fängt ein Fahrradhändler an, wenn das Budget nicht für alles reicht?
Mit dem eigenen Auftritt im Netz. Jede Anzeige, jeder Beitrag und jede Fläche muss irgendwo enden, und dieser Ort gehört dem Laden oder eben nicht. An zweiter Stelle steht eigenes Bildmaterial, weil jeder weitere Kanal daraus bedient wird und sonst jede neue Fläche wieder bei null anfängt. Erst dann kommen die Flächen selbst, die beides ausspielen. Wer diese Reihenfolge umdreht, bezahlt Werbung, die auf nichts zeigt.
Wer entscheidet, was auf der Fläche im Laden läuft?
Der Store liefert den Anlass, wir die Reihenfolge und die Form. Der Laden weiss, welches Rad geliefert wurde, wer neu im Team ist und welches Rennen am Wochenende ansteht, und das sieht keine Agentur von aussen. Was daraus eine Folie wird, wie lange sie steht und was sie ablöst, entscheiden wir in der laufenden Abstimmung. Die Fläche gehört dem Laden, der Plan dahinter ist Arbeit, die jemand regelmässig machen muss.
Warum steht auf diesen Flächen kein Preis?
Weil dort niemand steht, der noch überzeugt werden muss zu kommen. Wer die Fläche sieht, ist bereits im Laden. Eine Preisfolie beantwortet dort eine Frage, die die Beratung besser beantwortet, und sie kostet den Platz, an dem ein Laden zeigen kann, wer er ist: das Team, der Nachwuchs, die eigenen Kanäle. Preise gehören dorthin, wo vor dem Besuch gesucht wird, also in den Online-Shop.
Muss eine Kampagne auf jedem Kanal laufen?
Nein, und der Versuch ist teuer. Eine Kampagne braucht so viele Flächen, wie ihre Aussage trägt, und nicht so viele, wie es gibt. Beim Jubiläum waren es wenige, dafür dieselben über Monate. Wir entscheiden deshalb zuerst, wie lange ein Motiv stehen soll, und erst danach, auf wie vielen Flächen. Eine Fläche, die dazukommt, muss zusätzlich produziert, geprüft und gewechselt werden, und diese Arbeit fällt jedes Mal an.
Woran merkt ein Händler, dass die Planung aufgeht?
Daran, dass nichts mehr kurzfristig bestellt werden muss. Wenn das Motiv für den nächsten Anlass schon da ist, wenn die Fläche im Laden nicht seit Wochen dasselbe zeigt und wenn niemand im Team am Freitag überlegt, was am Montag online gehen soll, dann trägt der Plan. Eine einzelne Kennzahl, die das belegt, gibt es nicht. Sichtbar wird es im Ablauf, und spürbar wird es dort, wo vorher Hektik war.
Sie wissen nicht, womit Sie anfangen sollen
Das ist die erste Frage, und sie kostet nichts. In einem Erstgespräch sehen wir uns Ihr Jahr an: welche Termine ohnehin feststehen, was davon einen Anlass hergibt und was dafür rechtzeitig vorhanden sein muss. Den Aufwand nennen wir, bevor etwas produziert wird.
Invisions, Werbe- und Marketingagentur in Innsbruck
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